Stormarn-Segeberg

ASB-Flüchtlingshilfe

Mollhagen sammelt für Flüchtlinge

Es ist ein ruhiger Samstagmorgen, als Folke Achterberg und seine Jungs vom ASB RV Stormarn-Segeberg (Arbeiter-Samariter-Bund) mit einem tonnenschweren LKW und Mannschaftstransportern raus aufs Land fahren. Ihr Ziel: Mollhagen.

Mats (4) hilft beim beladen des LKW. © ASB/Renter

Viele Einwohner haben ihren Kleiderschrank ausgemistet oder im Keller nach Dingen geschaut, die sie Flüchtlingen zukommen lassen möchten. Den Stein brachte Maren Herrmann zum rollen: „Das Problem ist, viele trauen der Sache einfach nicht und fragen sich ob die Spenden überhaupt irgendwo ankommen wo sie wirklich benötigt werden. Beim ASB habe ich dann nachgefragt wie denn der Stand der Dinge sei, wir haben hier ja auch viele Flüchtlinge!“, erklärt die Mollhagenerin.

Dass die Sachspenden da eingesetzt werden wo man sie braucht, weiß Folke Achterberg ganz genau. „Die Kleiderkammern sind leer, es ist schon fast der Notstand ausgebrochen. Wir fahren alles direkt nach Neumünster zur Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Dort werden die Sachen dann sofort ausgeteilt.“

Herrmann wollte helfen und fragte im Bekannten- und Freundeskreis rum, wer mitmachen möchte. Was dann folgte war eine Welle der Hilfsbereitschaft.

„Ich habe mit 10-20 Kartons gerechnet und plötzlich war der ganze Keller voll. Teilweise kamen die Leute mit Transporten an und brachten Kinderkleidung, Fahrräder und Betten!“, freut sich die zweifache Mutter, die auch von ihrem Mann volle Unterstützung bekam. Viele Eltern nutzten die Möglichkeit, um den eigenen Nachwuchs an das Thema Flüchtlingshilfe heranzuführen und zu zeigen, dass es eben keine Selbstverständlichkeit ist, laufend neues Spielzeug zu bekommen.

Für Folke Achterberg und sein Team wird das nicht die letzte Fahrt nach Neumünster sein, denn im Hintergrund haben bereits weitere Dorfbewohner fleissig Kartons gepackt.

08-AUG-2015